Lebensberichte

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Marcus

Hey. Ich bin Marcus. Heute bin ich 20 Jahre alt und ein ziemlich schräger Typ: Irgendwie dreht sich bei mir ziemlich viel um Jesus Christus und Gott. Wie es dazu gekommen ist, werde ich hier erzählen. 

Ich war als Kind ein recht ruhiger und ich denke lieber Kerl. Ich habe versucht mit der Masse mitzuschwimmen und im Durchschnitt zu bleiben. nur Schatten der Wirklichkeit Doch irgendwie hat das bei mir nicht so richtig geklappt. Meine Eltern und meine Familie waren alle so krass christlich und deswegen wurde auch mir dieser Stempel automatisch aufgedrückt. Doch je älter ich wurde, desto mehr lernte ich die Nachteile dieses Christentums kennen: "Alkohol ist nicht so gut, Frauen lass lieber erstmal sein und Partys sind auch nichts für dich." Doch dafür war es bei mir schon viel zu spät. 'Gott' setzte ich mit 'Spaßbremse' gleich und Freiheit fand ich in Zigaretten, Alkohol und Marihuana.

So wuchs ich auf und lernte es, in dem Spagat zwischen frommer Fassade im Gemeindeleben und weichen Drogen mich durchzuschlagen. Das ging auch halbwegs gut. Okay, einmal bin ich sitzen geblieben und so richtig glücklich war ich bei der ganzen Sache auch nicht, aber es gab ja so viele Freunde und andere Leute bei denen es geklappt hat: Sie waren glücklich. Ständig auf Partys, immer mit hübschen Frauen unterwegs und ständig diese Ausstrahlung puren Glücks. Also begann ich mich auf eine Tour durch die verschiedenen Szenen.

Da ich ein relativ fester Trinker war, hatte ich schnell bei den Punkern Fuß gefasst. Einige Actions mit übermäßigen Alkoholkonsum auf Festivals brachten mich aber nicht wirklich weiter. So schlitterte ich in die Hippie-Szene. Dort fand ich echte Entspannung, Ruhe und Lockerheit. Marihuana, Dope, Shit, Gras, Weed und die tausend anderen Begriffe die es dafür gibt, wurden der absolute Mittelpunkt meines Lebens. So richtig am Ziel war ich zwar noch nicht, aber mir ging es schon ziemlich gut. Ich war ein sehr entspannter Typ, der niemanden weh tun würde und sich mit absolut jedem gut verstand. So lernte ich weitere Szenen kennen: Meine Zeit in der Scater-, Graffiti-, Hip-Hop- und Disco-Welt brachten mich zu eigentlich nur einer Erkenntnis: Echten Spaß bekommst du durch die Droge. Und so spielte es keine Rolle mehr wo ich mich befand, sondern vielmehr was ich intus hatte. Speed, XTC und andere Amphetamine gehörten zu jeder Party selbstverständlich dazu. Richtig angekommen bin ich dann in der Welt der Elektromusik. Speziell Trance, Minimal und Goa brachten mich zum Ausrasten. Das war das pure Leben. Dazu halluzinogene Drogen: Besonders LSD. Feiern ohne Ende. Drei Tage am Stück und das mit den schrägsten Leuten der Szene durch die größten Clubs in Frankfurt und am liebsten illegale Events.

Finanzielle Probleme zogen mich immer wieder runter. Doch ich war jung, kannte sehr viele Leute und hatte vor nichts Angst. Die Schlussfolgerung daraus ist eindeutig: Ich handelte einfach mit den Zeug. So bin ich zum Dealer geworden. Ich war fast am Ziel meiner Suche: nun hatte ich Macht über anderer Menschen. Sie waren abhängig von mir und mein Ansehen aufgrund meines ausgeflippten Lebensstils stieg hoch hinaus. So kam ich zu Macht, Geld, hübscheren Frauen, noch größeren Partys und mehr Drogen. Bis auf die Nadel hab` ich im Endeffekt so ziemlich alles ausprobiert. 

Ich möchte jetzt nicht noch weiter schreiben was für krumme Dinger ich so angestellt habe. Ich kann dir nur sagen: Ich bin nie richtig glücklich gewesen: "Auch beim Lachen hat das Herz Kummer, und das Ende der Freude ist Traurigkeit." Das sagt Gott in der Bibel (Sprüche 14,13) - und ich kann das nur bestätigen. Es kam wie es kommen musste: Der Totalabsturz. Ich danke Gott, dass es nicht eine extreme Überdosis (denn einige hatte ich bereits hinter mir) war, die mich zur Besinnung brachte, sondern die liebende Art Gottes, mit der er mich zu sich gezogen hat.

Am 12. März 2010 - einem normalen Freitagabend - an dem ich beschloss nicht feiern zu gehen (ich denke ich war in dieser Woche schon feiern und wollte deshalb ein ruhiges Wochenende machen), sondern mir einfach eine gute Menge an Marihuana zu holen (meine Reserve war aufgebraucht) und dann einfach zu relaxen. Nachdem wir um etwa halb Neun die Übergabe in der Wohnung eines Freundes hinter uns gebracht hatten und die Qualität des Einkaufs intensiv getestet hatten, wollte ein anderer Freund mich nach Hause fahren. Doch dieses Mal kam es ganz anders: Ich wurde den ganzen Tag beschattet. Kaum waren wir im Auto unterwegs, wurden ich und mein Fahrer von der Drogenfahndung festgenommen. Die Szenen die sich dort abspielten, kann man sich ungefähr so vorstellen, wie man es in Filmen gezeigt bekommt. Daraufhin folgten Stundenlange Verhöre auf der Polizeiwache, bei denen ich nicht gerade kooperativ war. Alle psychischen Methoden führten im Grunde nur dazu, dass ich arroganter und frecher zu den Polizisten wurde. Ich gestand rein gar nichts. Daraufhin wurde mitten in der Nacht ein Durchsuchungsbefehl gegen mich durchgebracht. Und so waren meine letzten Worte an den Polizisten: "Grüßen Sie meine Mutter von mir." Daraufhin wanderte ich in Untersuchungshaft.

Dort in einer sehr kleinen gekachelten Zelle änderte sich meine Gesinnung völlig. Alles Aufgewühlte in mir, der ganze Stress und auch die Wirkung der Droge ließen nun nach. Dort war ich das erste Mal in meinem Leben ehrlich zu mir selbst und dachte darüber nach, was ich eigentlich gemacht habe. Mir wurde meine ausweglose Situation und mein idiotisches Verhalten bewusst. Ich merkte, dass ich mich dieses Mal nicht durch Geschick, Kontakte oder Gewalt rausboxen konnte. Mir wurde bewusst, dass mein Verhalten hier auf der Erde Folgen für mich hatte. Konsequenzen, die ich nicht haben wollte. Ich fühlte meine Schuld, die ich aufgehäuft hatte und sah keinen Ausweg aus dieser Sackgasse. Die Droge würde mir jetzt nicht mehr weiterhelfen, meine 'Freunde' konnte ich auch vergessen. Nun war ich völlig allein. Ich schrie innerlich zu dem Gott, von dem meine Eltern so viel hielten, bei dem es anscheinend Hilfe geben sollte, wenn man es ernst meint. Ich schrie um Hilfe und darum, dass mir dieser Gott doch zeigen soll, dass er wirklich da ist! "Da schrieen sie zu dem HERRN in ihrer Bedrängnis, und aus ihren Drangsalen rettete er sie." (Die Bibel -Psalm 107,13).

Auch auf mein Schreien hat Gott geantwortet. Nicht indem er mir in einem Traum erschienen ist oder es ein Erdbeben gab; aber er hat mir auf tausend Weisen gezeigt, dass er mich mit göttlicher Liebe liebt. Der große lebendige Gott, der Schöpfer dieses Universums, der Schöpfer der Erde, mein Schöpfer ist mir wie ein Vater geworden. Seine Liebe war so groß, dass er seinen eigenen Sohn Jesus Christus hergegeben hat und dass er für alle unsere Taten bezahlt hat. Es ist ein ganz tiefer Friede, der nach und nach mein Innerstes eingenommen hat. Natürlich habe ich auch tatsächlich Wunder erleben dürfen, die mit dem Verstand nicht zu erklären sind. Ein kleines Beispiel dafür ist, dass ich heute völlig frei von der Droge leben kann, auch von Alkohol und Zigaretten hat mich Gott frei gemacht. Und das nicht durch die Hilfe von Menschen oder durch mich, denn ich hätte das niemals alleine schaffen können, sondern allein durch das Lesen der Bibel und durch Gebet. Keine Sucht-Beratung hat je verstanden, wie ich frei geworden bin, da ich die meisten Methoden abgelehnt habe und nur auf Gott gesetzt habe.

So durfte ich auf erstaunlich Weise erleben, dass niemand zu schlecht für Gott ist, dass durch den Herrn Jesus und sein Sterben am Kreuz alles gut gemacht wurde und dass sich Gott um jeden persönlich bemüht. Meine Suche war im Endeffekt erfolgreich: Der Sinn unseres Lebens besteht darin, dass wir Gottes geniales Angebot annehmen und dass wir ein persönliche Beziehung mit ihm haben. Dafür sind wir auf dieser Erde, dafür hat Gott uns gemacht. Unsere Bestimmung liegt darin, Gemeinschaft mit Gott zu haben. Nur das kann uns wirklich glücklich machen. 

"Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder der an ihn glaubt nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe." (Die Bibel - Johannes 3,16)

"Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." (Die Bibel - 1.Johannes 1,9)

"Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht." (Die Bibel - 1.Johannes 5,12).

Marcus (erreichbar über Mailadresse: leben-mit-sinn@gmx.de)
im August 2011


Quelle: Vom Autor selbst autorisiert

Wir bedanken uns für die Erlaubnis



Bitte lesen Sie die Bibel - das Wort Gottes!


« Drum mag hienieden alles weichen:
in dieser Welt gibt nichts uns Ruh`.
Was wär`auch Dir wohl zu vergleichen?
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O Reichtum, wir besitzen Dich,
Du bleibest unser ewiglich! »



zum Nachdenken ...

Niemand kann Gott loben, er           habe Ihn denn zuvor lieb.
                                 Martin Luther



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